Der Mitsubishi Starion ist ein 2+2 sitziger Sportwagen der zwischen 1982 und 1990 hergestellt wurde. Er gilt als Begründer der japanischen Turbolader-Ära und ist mit seiner kantigen Form und den Klappscheinwerfern ein typisches Beispiel für das Sportwagen-Design der 1980er Jahre. In Nordamerika wurde er auch als Dodge, Plymouth und später Chrysler Conquest verkauft.

Eine Modellpflege brachte 1987 einen anderen Motor und ausgestellten Kotflügeln auf den Markt und wurde als Widebody bekannt, die frühen Modelle erhielte im nachhinein den Spitznamen Smallbody.

Motoren

Zur Markteinführung 1982 in Deutschland hatte der Starion einen 2-Litermotor mit 4 Zylindern und Abgasturbolader und einer Leistung von 125 kW (170 PS). Später wurde ein Ladeluftkühler spendiert, wodurch die Leistung auf 132 kW (180 PS) stieg.

Typisch für diese frühen Turbomotoren ist das ausgeprägte Turboloch: Der Wagen beschleunigt im unteren Drehzahlbereich nur verhalten, erst bei ausreichend Abgasstrom in höheren Drehzahlen setzt die Wirkung des Laders plötzlich deutlich merkbar ein und sorgt für überraschende Beschleunigung verbunden mit dem deutlichen Pfeifen des Turbos. Technisch interessant sind auch die beiden Ausgleichswellen des Motors, eine Technik die auch Porsche im 944 benutzte um einen ruhigeren Lauf des Vierzylinder zu erreichen.
Im Zuge der Modellpflege wurde ab 1987 ein 2,6-Liter-Motor eingebaut, ebenfalls ein 4 Zylinder mit Turbolader und Ladeluftkühler. Bei diesem Modell entspricht die Auslegung des Turboladers eher dem was man von heutigen Motoren kennt: er bietet mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und praktisch keinem Turboloch. Es waren außerdem serienmäßig zwei Abgaskatalysatoren eingebaut, weswegen die Leistung gleichzeitig auf 114 kW (155 PS) sank. Gleichzeitig wurde die Karosserie als sogenannter Widebody mit ausgestellten Radhäusern und dreiteiligen Spoilern vorn und hinten noch aggressiver gestaltet.

Innenausstattung

Wie die meisten japanischen Autos in den 1980ern glänzte der Mitsubishi Starion mit einer kompletten Ausstattung. Es gab Ledersitze bei denen Kopfstütze, Oberschenkelauflage, Lendenwirbel- stütze und Seitenführung verstellbar waren, dazu elektrische Fensterheber, ein übersichtliches Amaturenbrett mit umfangreichen Instrumenten inklusive Ladedruckanzeige und Digitaluhr und eine geteilt umklapptbare Rücksitzbank. Für die Sicherheit kam das deutsche Modell mit Dreipunktgurten rundum, wobei die vorderen in den Türen montiert sind - Mitsubishi versprach sich davon weniger Behinderung durch die Gurte beim Einsteigen. In der Praxis sind sie beim Anschnallen leichter erreichbar, dafür sollte man die Tür nicht öffnen, solange man angeschnallt ist. Auch eine Fernentriegelung für den Kofferraum und ein Heckscheibenwischer sind vorhanden.


Farben


Beige
metallic
1982

Grau

Blau

Blau
1983

Rot
1984-1988

Schwarz
1983-1985

Namensgebung

Es gibt die Geschichte, Mitsubishi habe den Wagen in der Tradition der amerikanischen Muscle Cars als Hengst, English “Stallion” bezeichnen wollen. Durch einen Fehler in der Verwendung von R und L (wie sie bei Asiaten teilweise vorkommt) wurde daraus dann “Starion”.
Vermutlich ist an dieser Geschichte nichts dran, denn ein Hengst als Name passt nicht zum Hersteller. Schon damals orientiert sich Mitsubishi nicht an Tieren sondern an den Sternen, siehe Space Waggon, Spacestar, oder auch den Motor des Starion ein “Sirius Dash”.
Daher ist Variante die Mitsubishi in den Prospekten zum Starion nennt durchaus glaubhaft. Dort steht die Bezeichnung Starion als Kurzform für “Star of Orion".

Produktionszahlen und Bestand

Exakte Zahlen sind schwer zu finden. Man kann aber davon ausgehen, dass knapp 80.000 Mitsubishi Starion gebaut wurden, inklusive aller Versionen, auch der amerikanischen Chrysler, Dodge und Plymouth.
Nach Deutschland kamen laut Fokus online 3.300 Autos.

Laut Wikipedia waren davon im April 2007 noch ca. 200 Exemplare übrig, inklusive vorübergehend stillgelegter Fahrzeuge.
Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg konnte mir mitteilen, dass Stand Januar 2014 noch 60 Starion in Deutschland zugelassen sind. Diese verteilen sich auf 16 Smallbody ohne und 15 mit Ladeluftkühler (ab 1985) sowie 29 Widebody.

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